Korsika 2017 Teil 1

Korsika 2017 Teil 1

Endlich war es soweit. Nach einer langen Vorbereitungsphase, ach was sage ich, einer viel zu langen Vorbereitungsphase ging es am 15.07.2017 endlich los Richtung Korsika.

Tag 1:

Um genau zu sein habe ich nach kurzem Vorglühen den Diesel um 01:05 Uhr zum erwachen gebracht. Gute 4 Stunden später hatten wir bereits die Grenze zur Schweiz passiert und waren Zielsicher auf dem Weg zum Gotthard-Tunnel. Leider wurde die geplante Route durch eine nervige Umleitung zunichte gemacht, denn der Gotthard-Tunnel war nicht passierbar. Also ging es der Umleitung nach Richtung Zürich und dann weiter über die St. Bernardino Route nach Süden. Unzählige Kurven später waren wir wieder mit angenehmer Reisegeschwindigkeit auf der Autobahn Richtung Grenzübergang Chiasso unterwegs.

Doch lange dauerte es auch nicht bis unser Vorwärtsdrang im nächsten Stau ein jähes Ende fand. Leider mussten wir die letzten 30 Kilometer auf Schweizer Boden in einer nervenaufreibenden Mischung aus Stau und zäh fließendem Verkehr hinter uns bringen. So schlecht es auch in der Schweiz vorwärts ging, umso besser spulten wir die restlichen Kilometer auf Italienischem Boden ab. Am späten Nachmittag erreichten wir den Camingplatz St. Michael in Livorno.

Tag 2:

Von dort aus fuhren wir am nächsten Morgen in nur 15 Minuten zum Hafen vor Livorno und Checkten bei der Moby Lines auf der Moby Corse ein. Nach guten 90 Minuten Wartezeit ging es „avanti avanti“ auf die Fähre. Knappe vier Stunden später empfing uns der, in das Licht der bereits untergehenden Sonne gehüllte, Hafen von Bastia auf Korsika. Als wir das Schiff verlassen hatten ging es direkt zum Campingplatz San Damiano auf dem wir den Syncro abgestellt haben und als erstes ins angenehm temperierte Meer gesprungen sind.

Tag 3:

Nachdem unsere Vorräte und Tanks gefüllt waren, starteten wir bei strahlendem Sonnenschein zu unserer Korsika Umrundung. Ich habe mich dazu entschlossen die Insel gegen den Uhrzeigersinn zu umrunden. Das hat den Charme das meine Begleitung die ganze Zeit sich die grandiose Küstenlinie betrachten kann.

Also das Lenkrad gegen Norden ausgerichtet und los ging es Richtung Cap Corse. Unser heutiges Ziel für die Übernachtung war Port de Centuri. In Bastia gestartet, ging es also auf der Ostseite des Caps nach Norden. Auf unserem Weg nach Port de Centuri hielten wir in den kleinen Orten Erbalunga und Macinaggio. Erbalunga bietet grandiose Fotomotive und eine sehr schöne kleine Altstadt. In Port de Centuri angekommen steuerten wir den Camping Isulottu an. Von dort aus ging es zu Fuß in 300m an eine kleine verschlafene Kiesbucht mit glasklarem Wasser. Am Abend liefen wir nach Port de Centuri und genossen einen grandiosen Sonnenuntergang.

Tag 4:

Ausgeruht ging es tags drauf auf der Westseite des Cap Corse wieder gegen Süden. Nach einem kurzen Versorgungsstop ging es auf die 12 km Piste zum Plage de Saleccia. Für die nächsten zwei Nächte haben wir auf dem Camping u Paradisu eingecheckt. Dieser äußerst einfach eingerichtete Campingplatz hat durch seine unmittelbare Lage zum Plage de Saleccia einen ganz besonderen entschläunigten Spirit.

Tag 5:

Heute war ein extrem Anstrengender Tag. Auf dem Programm stand Sonne, Strand und noch mehr Sonne und noch mehr Strand.

Tag 6:

Gut gestärkt sind wir am späten Vormittag Richtung Calvi gestartet. Nach den ersten 12 km Piste hatten wir wieder Asphalt unter den Rädern und rollten mit entspannter Geschwindigkeit nach Calvi.

In Calvi übernachteten wir beim Camping La Clé des Champs . Der Campingplatz liegt in Fußläufig zum Strand und zur Altstadt. Auf Grund der vielen Touristen in Calvi war der Strand leider sowas von überfüllt, dass wir nur kurz im Meer baden waren und dann wieder zum Campingplatz zurück sind. Nach dem Abendessen haben den Tag bei einem Spaziergang entlang des Hafens und durch die Altstadt ausklingen lassen.

Tag7:

Am nächsten Tag wollten wir einmal eine andere Seite Korsikas kennenlernen. Nach dem Frühstück ging es die Westküste entlang bis wir in das Fangu Tal abgebogen sind. Anders als alle anderen Touristen sind wir bis ans Ende in den Ort Barghiana. Dort hatten wir eine Badgumpe mit Blick auf den Monte Cinto für uns alleine. Nach einem Ausgiebigen Bad vor diesem grandiosen Panorama ging es wieder zurück an die Küste und weiter bis nach Porto. In Porto steuerten wir den Camping Municipal an. In Porto selbst gibt es noch mehrere Campingplätze der gehobenen Klasse. Da wir jedoch selbst kochen brauchen wir kein Restaurant auf dem Platz und sparen uns den Aufpreis.

Tag 8:

In den 8 Tag unser Korsika Reise sind wir mit einer kurzen Runde durch Porto gestartet. Da wir am Vortag gefallen an den natürlichen Badegumpen gefunden haben, ging es auch heute in Richtung kühles Nass im Inland. Direkt in Porto sind wir auf die D84 Richtung Evisa. Circa 4km hinter Evisa hielten wir an und erreichten nach einem kleinen Spaziergang traumhafte Badegumpen mit einem kleinem Wasserfall. Abgekühlt und erfrischt ging es anschließend weiter über den Col de Vergio zum Lac de Calacuccia. Dort angekommen mussten wir leider feststellen das uns der Campingplatz und die Region nicht so gefielen. Durch die lange regenfreie Zeit ist die gesamte Region sehr braun und wirkte etwas trostlos. Wir entschieden uns kurzer Hand wieder zurück nach Porto zu fahren und dort noch einmal zu übernachten bevor es an der Küste weiter ging.

 Der 2. Teil unserer Reise findet Ihr hier.

6 Replies to “Korsika 2017 Teil 1”

  1. Sehr schön gemacht und auch
    grandiose Bilder.
    Es wäre aber gut gewesen wenn
    Du den jeweiligen Standort auf
    einer Karte gezeigt hättest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.